Sie igelt sich ein. Geht kaum noch vor die Tür. Seit sie die Kündigung erhalten hat vor zwei Jahren, glaubt sie nicht mehr daran, dass sie noch jemand braucht. Und wenn sie keiner braucht, dann soll der Staat wenigstens für sie sorgen. Sie kann ja nichts dafür, dass sie die Verliererin sein soll in dieser Gesellschaft.
Sie kommt am Morgen mit Schwung um die Ecke gebogen. Ein herzliches „Guten Morgen“ empfangen alle, die ihr begegnen. Zwei Jahre schon ist sie arbeitslos. Manchmal befällt sie Ärger und Verzweiflung, aber nein, sie will sich davon nicht klein machen lassen. Mit Gottes Wort in der Tasche fährt sie los: sie kocht Kaffee für die Dienstberatung in der Kirchgemeinde, hilft beim Kindernachmittag aus, bastelt, räumt auf und tröstet. Sie hilft dem Pfarrer bei den Besuchen, geht von Haus zu Haus, um Einladungen zu verteilen..., ihre helfende Hand ist überall und ihr herzliches Guten Morgen klingt mir noch nach.
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. (2. Korinther 12,19)
Gott schenkt uns Kraft und Zuversicht - Glauben der unser Leben verändert und uns zu Menschen macht, auf die keiner verzichten kann!